Warum hält das Personalbüro mein Feriengeld zurück?

Arbeitet jemand regelmässig, so ist eine wöchentliche oder monatliche Auszahlung des Ferienlohnes verboten. Ferien dienen der Erholung, dies ist nur möglich, wenn dafür auch ein Ferienlohn zur Verfügung steht. Wird bei einer regelmässigen Arbeit der Ferienlohn zusammen als Anteil mit dem Stundenlohn ausbezahlt, dann besteht die Gefahr, dass der Ferienlohn für die anstehenden Lebenshaltungskosten (steigende Krankenkassenprämien, Mieten etc.) aufgebraucht wird und dass dann im Zeitpunkt eines Ferienbezuges kein Geld zur Verfügung steht.

Deshalb muss der Arbeitgeber den Anteil Ferienlohn zurückbehalten und erst bei Ferienbezug oder bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Monatslohn und einem Stundenlohn?

Im temporären Arbeitsverhältnis erhalten Sie Lohn für geleistete Stunden. Aus diesem Grund wird im Stundenlohn (im Gegensatz zum Monatslohn) das Feriengeld, die Feiertagsentschädigung sowie einen allfälligen Anteil 13. Monatslohn miteinberechnet.

Wie sind die Kündigungsfristen im temporären Arbeitsverhältnis?

Die Temporärarbeit erlaubt bei unbefristeten Verträgen in den ersten 6 Monaten kürzere Kündigungsfristen:

•während den ersten 3 Monaten zwei Arbeitstage
•vom vierten bis zum sechsten Monat 7 Wochentage.

Danach gelten die normalen Kündigungsfristen und -bestimmungen gemäss OR.

Wie viel Lohn kann ich verlangen - bzw. wie finde ich heraus, was etwa üblich ist?

Die meisten Berufsgattungen sind in Verbänden zusammengeschlossen, die Auskünfte über orts- und branchenübliche Löhne geben können. Die Höhe des Salärs hängt natürlich immer auch von der Erfahrung, dem Aufgabengebiet sowie dem Tätigkeitsbereich ab.